Zwei oder vier Schächte? Speicherbedarf einfach ausrechnen
Die häufigste Frage vor dem NAS-Kauf lautet: Wie groß muss es sein? Die ehrliche Antwort: meist kleiner, als man denkt. Fotos brauchen weniger Platz als befürchtet, Videos und Rechner-Backups dagegen mehr.
Rechnet es selbst aus
Tragt ein, was ihr ungefähr habt. Die Anzahl eurer Fotos seht ihr in der Galerie-App des Handys, meist ganz oben oder in den Einstellungen.
Der Rechner plant fünf Jahre im Voraus, damit ihr nicht nach zwei Jahren schon größere Festplatten braucht.
Was die Zahl bedeutet
Bei zwei Schächten spiegelt das NAS beide Festplatten. Nutzbar ist die Größe einer Platte. Zwei 8-TB-Festplatten ergeben also 8 TB Speicher.
Bei vier Schächten verteilt das NAS die Daten so, dass eine Platte ausfallen darf (RAID 5, bei Synology SHR). Nutzbar sind dann etwa drei Viertel des gesamten Platzes. Vier 4-TB-Platten ergeben rund 12 TB.
Wann zwei Schächte reichen
Für die meisten Familien mit Fotos, Handy-Sicherungen und den Backups von zwei, drei Rechnern sind zwei Festplatten mit 4 bis 8 TB völlig ausreichend. Das Gerät ist günstiger, leiser und braucht weniger Strom.
Wann sich vier Schächte lohnen
- Ihr filmt viel in 4K oder wollt eine Filmsammlung ablegen.
- Ihr braucht heute schon mehr als etwa 10 TB.
- Das NAS soll viele Jahre mitwachsen, ohne alle Platten auf einmal zu tauschen.
Ein Mittelweg: Kauft ein NAS mit vier Schächten, bestückt es aber zunächst nur mit zwei Platten. Bei Synology mit SHR lassen sich später einfach weitere Platten ergänzen. Bei anderen Herstellern geht das oft auch, prüft aber vorher, welche Erweiterungen eure RAID-Art erlaubt.
Und das Backup?
Denkt daran: Das NAS selbst braucht auch eine Sicherung. Eine externe Festplatte fürs Backup sollte mindestens so groß sein wie der belegte Platz auf dem NAS, nicht wie die Festplatten darin. Mehr dazu in RAID ist kein Backup.