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Kaufberatung

NAS oder Cloud: Was ist über fünf Jahre günstiger?

Von Manuel, 7 Minuten Lesezeit, veröffentlicht am 27. Oktober 2026

„Ein NAS spart das Cloud-Abo“ liest man oft. Das stimmt, aber nicht immer. Ein NAS kostet in der Anschaffung, braucht Strom und Festplatten gehen irgendwann kaputt. Hier rechne ich ehrlich nach.

Das Beispiel: eine Familie mit 2 TB

Nehmen wir eine typische Familie, die mit 2 TB Speicher auskommt.

Cloud: 2 TB kosten bei Google One und iCloud+ jeweils 9,99 Euro im Monat. Über fünf Jahre sind das knapp 600 Euro, bei Google mit Jahresabo rund 500 Euro.

NAS:

  • NAS mit zwei Schächten, z. B. UGREEN DXP2800: etwa 300 Euro
  • Zwei 4-TB-NAS-Festplatten: etwa 235 Euro
  • Externe Festplatte fürs Backup: etwa 100 Euro
  • Strom: Ein 2-Schacht-NAS braucht im Test etwa 6 Watt mit schlafenden Platten und etwa 17 Watt bei Zugriff. Mit durchschnittlich 12 Watt und 30 Cent pro kWh sind das gut 30 Euro im Jahr, über fünf Jahre etwa 160 Euro.

Zusammen sind das rund 795 Euro in fünf Jahren.

Rechnet es selbst aus

Tragt eure eigenen Preise ein. Den Strompreis findet ihr auf der Stromrechnung, Neukunden zahlen 2026 im Schnitt etwa 23 Cent pro kWh, viele Bestandskunden deutlich mehr.

Euer NAS
Cloud zum Vergleich

NAS gesamt–

Cloud gesamt–

Strom: Watt × 24 Stunden × 365 Tage. Ein 2-Schacht-NAS braucht im Test etwa 6 Watt mit schlafenden Platten und etwa 17 Watt bei Zugriff. Ersatz für defekte Festplatten ist nicht eingerechnet.

Wann sich das NAS wirklich lohnt

Wenn ihr mehr als 2 TB braucht. Die nächste Stufe kostet bei iCloud+ 29,99 Euro im Monat für 6 TB, bei Google 21,99 Euro für 5 TB. Über fünf Jahre sind das 1.300 bis 1.800 Euro. Ein NAS mit zwei 8-TB-Platten ist deutlich günstiger.

Wenn mehrere Rechner gesichert werden sollen. Backups von PCs und Macs brauchen viel Platz und passen schlecht in ein Foto-Abo. Aufs NAS sichern sie automatisch und ohne Zusatzkosten.

Wenn mehrere Familienmitglieder verschiedene Clouds nutzen. Ein Android-Handy bei Google, ein iPhone bei Apple: Mit dem NAS liegt alles an einem Ort, und jeder kommt an die gemeinsamen Fotos.

Wenn euch Datenschutz wichtig ist. Eure Bilder liegen bei euch zuhause und nicht auf Servern eines US-Konzerns.

Wenn das NAS länger hält. Ein gutes NAS läuft oft sieben Jahre und mehr. Nach den ersten fünf Jahren zahlt ihr nur noch Strom und hin und wieder eine neue Festplatte.

Was für die Cloud spricht

  • Keine Anschaffung, kein Einrichten, keine Wartung.
  • Die Daten liegen automatisch außer Haus, ein Brand zuhause trifft sie nicht.
  • Für kleine Datenmengen ist sie günstiger.

Mein Fazit

Unter 2 TB und nur Handyfotos: Die Cloud ist bequemer und kaum teurer. Ab etwa 2 TB, mit Rechner-Backups oder mehreren Familienmitgliedern: Das NAS rechnet sich und bietet deutlich mehr. Und egal wofür ihr euch entscheidet: Eine zweite Kopie eurer Fotos an einem anderen Ort solltet ihr immer haben. Mehr dazu in RAID ist kein Backup.

Kurz zusammengefasst

  • Bei 2 TB kostet die Cloud über fünf Jahre etwa 500 bis 600 Euro, ein NAS mit Backup etwa 800 Euro.
  • Ab mehr als 2 TB wird das NAS deutlich günstiger.
  • Rechner-Backups, mehrere Clouds und Datenschutz sprechen fürs NAS.
  • Ein NAS ersetzt nicht die Kopie außer Haus.

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