Welche Festplatten ins NAS? Die richtige Wahl in fünf Minuten
Ein NAS wird fast immer ohne Festplatten verkauft. Die sucht ihr selbst aus, und dabei kann man einen teuren Fehler machen: Nicht jede Festplatte eignet sich für den Dauerbetrieb im NAS.
Die eine Regel, die wirklich zählt: CMR statt SMR
Festplatten schreiben ihre Daten auf zwei Arten:
- CMR schreibt die Spuren nebeneinander. Das ist das klassische, verlässliche Verfahren.
- SMR schreibt die Spuren überlappend wie Dachziegel. Das spart Platz, macht aber das Überschreiben langsam.
Im Alltag merkt man das kaum. Kritisch wird es, wenn eine Platte im NAS ausfällt und das NAS die Daten auf die neue Platte kopiert. Bei SMR-Platten kann das extrem lange dauern, und manchmal wirft das NAS die Platte dabei sogar aus dem Verbund. Für ein NAS nehmt ihr deshalb nur CMR-Festplatten.
Diese Modelle passen
| Modell | Technik | Gedacht für | Garantie |
|---|---|---|---|
| WD Red Plus | CMR | NAS mit 2 bis 8 Schächten | 3 Jahre |
| Seagate IronWolf | CMR | NAS mit bis zu 8 Schächten | 3 Jahre |
| Toshiba N300 | CMR | NAS für zuhause und kleine Büros | 3 Jahre |
| WD Red Pro / IronWolf Pro | CMR | Größere NAS, mehr Last | 5 Jahre |
Für ein Familien-NAS mit zwei oder vier Schächten reichen WD Red Plus, Seagate IronWolf oder Toshiba N300 völlig aus. Die Pro-Varianten sind lauter, wärmer und teurer. Sie lohnen sich erst bei großen Geräten oder wenn ihr auf die längere Garantie Wert legt.
WD Red Plus oder Seagate IronWolf, 4 TB
CMR, für den Dauerbetrieb im NAS gebaut, etwa 115 bis 120 Euro.
Welche Größe?
Nehmt zwei gleich große Platten, wenn ihr spiegelt. Bei unterschiedlichen Größen nutzt das NAS nur den Platz der kleineren. Wie viel Speicher ihr braucht, rechnet ihr in Zwei oder vier Schächte? aus. Für die meisten Familien sind 4 bis 8 TB pro Platte genug.
Beim Preis pro Terabyte sind meist mittlere Größen am günstigsten. Eine 4-TB-NAS-Festplatte kostet derzeit etwa 115 bis 120 Euro.
Drei Tipps aus der Praxis
Kauft nicht beide Platten im selben Laden am selben Tag. Platten aus derselben Lieferung altern oft ähnlich. Fällt die erste aus, ist das Risiko höher, dass die zweite beim Umkopieren auch Probleme bekommt. Zwei Händler oder etwas Abstand senken das Risiko.
Schaut regelmäßig auf den Gesundheitszustand. Jedes NAS zeigt die sogenannten SMART-Werte der Platten an und kann euch per E-Mail warnen. Richtet diese Benachrichtigung bei der Einrichtung gleich ein.
Plant eine Ersatzplatte ein. Wenn eine Platte ausfällt, läuft das NAS nur noch ohne Sicherheitsnetz. Wer eine Ersatzplatte im Schrank hat, kann sofort tauschen.
Was ist mit SSDs?
Reine SSD-NAS sind schnell und leise, aber pro Terabyte deutlich teurer. Für Fotos und Backups bringt die Geschwindigkeit wenig, weil euer Heimnetz ohnehin bremst. Die M.2-Steckplätze vieler NAS sind vor allem für einen Cache gedacht, den eine Familie in der Regel nicht braucht.
Kurz zusammengefasst
- Für ein NAS nur CMR-Festplatten verwenden, keine SMR-Platten.
- Gut geeignet: WD Red Plus, Seagate IronWolf, Toshiba N300.
- Finger weg von der einfachen WD Red ohne „Plus“ oder „Pro“.
- Zwei gleich große Platten, am besten aus unterschiedlichen Lieferungen.
- SMART-Warnungen per E-Mail einschalten.