Synology und Festplatten: Was nach dem Streit von 2025 heute gilt
Wer sich 2025 über Synology informiert hat, ist vermutlich über diese Nachricht gestolpert: Neue Synology-NAS sollten nur noch mit Synology-eigenen Festplatten funktionieren. Das hat viele Käufer verunsichert. Inzwischen hat sich die Lage deutlich entspannt.
Was 2025 passiert ist
Mit den neuen Plus-Modellen des Jahrgangs 2025, etwa DS225+, DS425+ und DS925+, verschärfte Synology die Regeln: Nur Festplatten aus der eigenen Kompatibilitätsliste wurden voll unterstützt, und auf der Liste standen praktisch nur Synology-Festplatten. Mit anderen Platten ließ sich das System teilweise gar nicht erst installieren, und Funktionen wie Lebensdauer-Vorhersagen oder Firmware-Updates der Platten fehlten.
Synology begründete das mit Zuverlässigkeit und weniger Supportfällen. Viele Nutzer sahen darin vor allem einen Weg, die teureren eigenen Festplatten zu verkaufen. Die Kritik war entsprechend laut.
Was seit DSM 7.3 gilt
Am 8. Oktober 2025 hat Synology mit dem Update auf DSM 7.3 eingelenkt. Seitdem gilt für die Plus-, Value- und J-Serie des Modelljahrs 2025:
- Normale 3,5-Zoll-Festplatten und 2,5-Zoll-SATA-SSDs anderer Hersteller sind wieder erlaubt, etwa WD Red Plus, Seagate IronWolf oder Toshiba N300.
- M.2-SSDs für Speicherpools oder als Cache müssen weiterhin auf Synologys Kompatibilitätsliste stehen.
Die neue neo+-Reihe von 2026 folgt denselben Regeln. Ältere Modelle wie DS220+ oder DS923+ waren von der Verschärfung ohnehin nicht betroffen.
Worauf ihr trotzdem achten solltet
Nehmt echte NAS-Festplatten. Auch wenn Synology wieder vieles erlaubt: Festplatten für Desktop-PCs oder Platten mit SMR-Technik eignen sich schlecht für ein NAS. Welche Modelle passen, steht in Welche Festplatten ins NAS?.
Rechnet mit Warnhinweisen. Je nach Modell und Version zeigt DSM bei Festplatten, die nicht auf der Liste stehen, einen Hinweis an. Das ist kein Defekt und betrifft nicht eure Daten.
Haltet DSM aktuell. Die Lockerung kam mit einem Update. Wer ein Gerät mit älterer Software kauft, sollte vor dem Einbau fremder Platten auf die aktuelle Version aktualisieren.
Und die Synology-eigenen Festplatten?
Die sind nicht schlecht. Synology lässt sie bei bekannten Herstellern fertigen. Sie kosten aber meist deutlich mehr als gleich große WD- oder Seagate-Platten. Wenn euch der Aufpreis die Ruhe wert ist, keine Hinweise in DSM zu sehen, spricht nichts dagegen. Notwendig sind sie nicht mehr.
Kurz zusammengefasst
- 2025 ließ Synology bei neuen Plus-Modellen praktisch nur eigene Festplatten zu.
- Seit DSM 7.3 (Oktober 2025) sind normale Festplatten und SATA-SSDs wieder erlaubt.
- Nur M.2-SSDs müssen weiterhin auf der Synology-Liste stehen.
- Für Familien gibt es damit keinen Grund mehr, Synology wegen der Festplatten zu meiden.