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Google Fotos und iCloud ersetzen: Familienfotos aufs eigene NAS

Von Manuel, 9 Minuten Lesezeit, veröffentlicht am 27. Oktober 2026

In vielen Familien sieht es so aus: Jedes Handy lädt seine Fotos in eine andere Cloud, der Speicher ist voll, und jeden Monat wird ein Abo fällig. Ein NAS kann das ersetzen. Die Fotos aller Familienmitglieder landen automatisch an einem Ort, zuhause, ohne monatliche Gebühr.

Was die Cloud derzeit kostet

Anbieter 2 TB pro Monat 2 TB pro Jahr Größere Stufe
Google One 9,99 € 99,99 € 5 TB für 21,99 € im Monat
iCloud+ 9,99 € – 6 TB für 29,99 € im Monat

Für eine Familie mit wenigen Fotos ist die Cloud oft günstig und bequem. Teuer wird es, wenn mehrere Handys viel filmen und ihr über 2 TB kommt. Wann sich das NAS rechnet, steht in NAS oder Cloud: Was ist günstiger?.

Die Foto-Apps der Hersteller

Jeder NAS-Hersteller hat eine eigene Foto-App fürs NAS und fürs Handy. Die Gesichtserkennung läuft dabei auf dem NAS selbst, eure Bilder werden also nicht an einen fremden Dienst geschickt.

Synology Photos QNAP QuMagie UGREEN Fotos
Gesichtserkennung Zuverlässig, Personen benennbar Ja, Personen benennbar Einfacher, wird besser
Suche nach Motiven Stichworte, Personen, Orte, Datum Sehr stark, auch nach Begriffen Einfache Motiv-Erkennung
Bedienung Am einfachsten Viele Funktionen, komplexer Übersichtlich

So richtet ihr es ein

Die Schritte sind bei allen Herstellern ähnlich, nur die Namen der Menüs unterscheiden sich.

  1. Foto-App auf dem NAS installieren. Im App-Center des NAS die Foto-App des Herstellers installieren (Synology Photos, QuMagie oder UGREEN Fotos).
  2. Für jedes Familienmitglied ein eigenes Konto anlegen. So hat jeder seinen privaten Bereich, und ihr könnt zusätzlich einen gemeinsamen Familienordner freigeben.
  3. App aufs Handy laden und anmelden. Im Heim-WLAN findet die App das NAS meist von allein.
  4. Automatisches Hochladen einschalten. In der Handy-App die Sicherung der Fotos aktivieren. Wählt am besten „nur im WLAN“ und „nur beim Laden“, das schont Akku und Datenvolumen.
  5. Ersten Abgleich abwarten. Beim ersten Mal lädt das Handy alle vorhandenen Fotos hoch. Lasst das Handy dafür über Nacht am Ladekabel im WLAN.
  6. Gesichtserkennung einschalten und Personen benennen. Danach findet ihr alle Bilder von Oma mit einem Klick.

Cloud sofort kündigen? Lieber nicht

Lasst die Cloud nach dem Umstieg noch einige Wochen parallel laufen. Prüft in dieser Zeit, ob wirklich alle Fotos auf dem NAS ankommen, auch Videos, Live-Fotos und Bilder aus Messenger-Apps. Erst wenn alles stimmt, löscht ihr die Bilder in der Cloud und verkleinert oder kündigt das Abo.

Wenn ihr vorhandene Fotos aus Google Fotos mitnehmen wollt, könnt ihr sie über Google Takeout als Archiv herunterladen und dann in den Fotoordner auf dem NAS kopieren.

Was das NAS nicht ersetzt: die Kopie außer Haus

Die Cloud hat einen Vorteil, den viele vergessen: Eure Fotos liegen nicht nur bei euch zuhause. Wenn ihr komplett aufs NAS umsteigt, braucht ihr dafür einen Ersatz, zum Beispiel eine externe Festplatte, die regelmäßig bei Verwandten liegt, oder ein verschlüsseltes Cloud-Backup des NAS. Wie das geht, steht in RAID ist kein Backup.

Kurz zusammengefasst

  • Mit der Foto-App des NAS-Herstellers laden alle Handys automatisch aufs NAS.
  • Synology Photos ist am einfachsten, QuMagie hat die stärkste Suche, UGREEN holt auf.
  • Jedes Familienmitglied bekommt ein eigenes Konto.
  • Cloud erst kündigen, wenn alles sicher angekommen ist.
  • Für die Kopie außer Haus sorgt ein zusätzliches Backup.

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