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Externe Festplatte fürs NAS-Backup: welche und wie einrichten

Von Manuel, 7 Minuten Lesezeit, veröffentlicht am 27. Oktober 2026

Ein NAS mit zwei gespiegelten Festplatten ist noch kein Backup, das habe ich in RAID ist kein Backup erklärt. Der einfachste Schritt zu einer echten Sicherung ist eine externe USB-Festplatte. Sie kostet wenig, ist schnell eingerichtet und schützt vor den häufigsten Unglücken.

Welche Größe?

Die externe Festplatte muss mindestens so groß sein wie der belegte Platz auf dem NAS, nicht wie die Festplatten darin. Weil das Backup mehrere Versionen aufbewahrt, plant etwa 50 Prozent Reserve ein. Bei 2 TB belegtem Platz ist eine 4-TB-Festplatte also eine gute Wahl.

2,5 oder 3,5 Zoll?

2,5 Zoll (tragbar) 3,5 Zoll (Desktop)
Stromversorgung Über USB, kein Netzteil Eigenes Netzteil
Größen Meist bis 5 TB Bis über 20 TB
Preis pro TB Höher Günstiger
Gut für Abwechselnd mitnehmen, z. B. zu den Großeltern Große Datenmengen

Für die meisten Familien ist eine tragbare 2,5-Zoll-Festplatte ideal: klein, ohne Netzteil, und sie passt in jede Schublade bei Verwandten. Wer mehr als 5 TB sichern muss, nimmt eine Desktop-Festplatte.

Externe USB-Festplatte

Mindestens so groß wie der belegte Platz auf dem NAS, besser mit 50 % Reserve.

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So richtet ihr das Backup ein

Jeder Hersteller hat eine eigene Backup-App, die Schritte sind aber ähnlich:

Hersteller Backup-App
Synology Hyper Backup
QNAP Hybrid Backup Sync (HBS 3)
UGREEN Sicherung und Synchronisierung
  1. Festplatte am NAS anschließen. Am besten an einen USB-Anschluss auf der Rückseite.
  2. Festplatte formatieren lassen, wenn das NAS das anbietet. Achtung: Dabei wird alles gelöscht, was vorher auf der Platte war.
  3. Backup-App öffnen und eine neue Sicherung mit dem Ziel „USB-Laufwerk“ oder „lokales Laufwerk“ anlegen.
  4. Ordner auswählen: Fotos, Dokumente, Rechner-Backups. Ordner, die ihr ohnehin woanders habt, könnt ihr weglassen.
  5. Zeitplan festlegen: einmal pro Woche, nachts, reicht für Familien meist aus.
  6. Versionen einschalten: zum Beispiel die letzten zehn Sicherungen behalten. So könnt ihr auch eine Datei von vor einigen Wochen zurückholen.
  7. Verschlüsselung einschalten, wenn die Festplatte das Haus verlässt. Das Passwort gehört in den Passwortmanager.
  8. Benachrichtigung einrichten, damit euch das NAS per E-Mail meldet, wenn eine Sicherung fehlschlägt.

Die Zwei-Platten-Methode

Mit zwei externen Festplatten bekommt ihr ohne Cloud eine Kopie außer Haus:

  • Platte A hängt am NAS und wird wöchentlich gesichert.
  • Platte B liegt bei Verwandten, im Büro oder im Bankschließfach.
  • Beim nächsten Besuch tauscht ihr die beiden.

So liegt immer eine höchstens wenige Wochen alte Kopie außerhalb eurer Wohnung, und ein Brand oder Einbruch trifft nie alles auf einmal.

Wiederherstellen üben

Nach dem ersten Backup holt ihr einmal einen Ordner zurück, am besten an einen anderen Ort auf dem NAS, und öffnet ein paar Dateien. Wiederholt das alle paar Monate. Nur so wisst ihr sicher, dass die Sicherung im Ernstfall funktioniert.

Kurz zusammengefasst

  • Die externe Platte muss mindestens so groß sein wie der belegte Platz, plus etwa 50 Prozent Reserve.
  • Tragbare 2,5-Zoll-Platten sind für Familien meist ideal.
  • Wöchentliches Backup mit mehreren Versionen und E-Mail-Benachrichtigung einrichten.
  • Am besten zwei Platten im Wechsel, eine davon außer Haus.
  • Wiederherstellung regelmäßig testen.

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